Katzenschnupfen - Symptome, Behandlung, Hausmittel & Ansteckung

von

Niesen, tränende Augen und Nasenausfluss können auf einen Katzenschnupfen hindeuten. Dabei handelt es sich nicht um eine einfache Erkältung, sondern um eine ansteckende Erkrankung der oberen Atemwege. Der Katzenschnupfen kann vor allem für Kitten, ältere Katzen und geschwächte Tiere gefährlich werden. Bei Fieber, eitrigem Ausfluss, Atemproblemen, Appetitlosigkeit oder starker Mattigkeit sollte die Katze tierärztlich untersucht werden.

Inhaltsverzeichnis

  1. Was ist Katzenschnupfen?
  2. Katzenschnupfen Symptome: Woran erkenne ich die Krankheit?
  3. Warnsignale: Wann muss die Katze zum Tierarzt?
  4. Ist Katzenschnupfen ansteckend?
  5. Ist Katzenschnupfen für Menschen gefährlich?
  6. Katzenschnupfen Behandlung
  7. Katzenschnupfen: Welche Hausmittel helfen unterstützend?
  8. Wie lange dauert ein Katzenschnupfen?
  9. Chronischer Katzenschnupfen und mögliche Spätfolgen
  10. Katzenschnupfen Endstadium: Was bedeutet das?
  11. Impfung gegen Katzenschnupfen
  12. Immunsystem der Katze unterstützen
  13. Fazit
  14. FAQ

Was ist Katzenschnupfen?

Zu den häufigsten Ursachen des Katzenschnupfens gehören verschiedene Bakterien (z. B. Bordetellen und Chlamydien) und Viren (z. B. Herpesviren und Caliciviren). Häufig sind beide beteiligt. Wird die Erkrankung nicht rechtzeitig behandelt, kann es zu Langzeitschäden wie Augen-, Nasen- oder Mundhöhlenentzündungen kommen. In seltenen Fällen drohen sogar Blindheit oder eine Lungenentzündung.

Katzenschnupfen Symptome: Woran erkenne ich die Krankheit?

Symptome treten 2 - 5 Tage nach der Übertragung auf. Häufiges Niesen ist oft ein erstes Symptom.

 

Symptom

Bedeutung

Häufiges Niesen

häufig eines der ersten Anzeichen

Nasenausfluss

anfangs klar, später gelblich/eitrig möglich

Tränende oder verklebte Augen

Hinweis auf Beteiligung der Augen

Husten oder Röcheln

kann auf Atemwegsbeteiligung hinweisen

Fieber

Zeichen einer stärkeren Infektion

Appetitlosigkeit

wichtiges Warnsignal, besonders bei Kitten

Mattigkeit

Katze zieht sich zurück, schläft viel

Speichelfluss oder Maulgeschwüre

möglich bei bestimmten Erregern

Atembeschwerden

akutes Warnsignal

Warnsignale: Wann muss die Katze zum Tierarzt?

Du solltest umgehend zum Tierarzt gehen, wenn:

  • Deine Katze nicht mehr frisst.
  • Fieber hat
  • Apathisch wirkt
  • Eitrigen Ausfluss aus Nase oder Augen zeigt
  • Schwer atmet
  • Oder wenn es sich um ein Kitten handelt.

Ist Katzenschnupfen ansteckend?

Ja, Katzenschnupfen ist für andere Katzen ansteckend. Er wird über direkten Kontakt, Nasen- und Augensekret sowie Speichel übertragen. Auch gemeinsame Näpfe und Schlafplätze können eine Ansteckung verursachen. Deshalb kommt er auch häufiger in Haushalten mit mehreren Freigänger-Katzen oder auch in Tierheimen vor. Aber auch Wohnungskatzen können sich anstecken, bzw. Träger sein. In Mehrkatzenhaushalten empfiehlt es sich deshalb, erkrankte Katzen zu separieren und die Näpfe regelmässig zu reinigen

Ist Katzenschnupfen für Menschen gefährlich?

Die typischen Erreger von Katzenschnupfen sind in der Regel auf Katzen spezialisiert. Für gesunde Menschen ist Katzenschnupfen normalerweise nicht ansteckend. Trotzdem sollten Hygienemassnahmen eingehalten werden, insbesondere bei immungeschwächten Personen.

Katzenschnupfen Behandlung

Je früher der Katzenschnupfen behandelt wird, desto leichter und schneller verläuft die Genesung. Gehe daher mit deiner Katze zum Tierarzt, sobald du eines oder mehrere der genannten Symptome bemerkst.

Oft sind sowohl Bakterien als auch Viren die Verursacher des Infekts. Um deine Katze möglichst gezielt zu behandeln, bestimmt der Tierarzt zunächst, welche Bakterien und Viren die Erreger sind. Bakterien werden anhand eines Abstrichs der Schleimhäute nachgewiesen und meistens mit einem Antibiotikum behandelt. Für den Nachweis von Viren, wird ebenfalls ein Abstrich genommen.  Seltener wird der Katze zudem Blut entnommen und ein Antigen-Test durchgeführt. Gegen Viren sind Antibiotika wirkungslos, was die Genesungszeit verlängern kann. Herpesviren zum Beispiel verstecken sich und können jederzeit (bei Stress!) erneut aktiv werden.

Die Behandlung von Katzenschnupfen hängt daher von der Ursache und Schwere ab. Homöopathische Mittel können die Genesung unterstützen, ersetzen aber nicht die Behandlung durch einen Tierarzt.

Katzenschnupfen: Welche Hausmittel helfen unterstützend?

Du kannst deine Katze mit Katzenschnupfen auch zu Hause mit Hausmitteln unterstützen. Biete ihre Ruhe und Wärme. Reinige ihre Augen und Nase vorsichtig mit einem feuchten, sauberen Tuch. Achte besonders darauf, dass deine Katze genügend frisst und trinkt. Gerade bei Schluckbeschwerden verzichten Katzen häufig auf Nahrung. Ideal wäre es, Nassfutter zu füttern, da es aufgrund seiner weichen Konsistenz leichter aufgenommen werden kann und gleichzeitig zur Flüssigkeitsaufnahme beiträgt. Bei Bedarf kannst du das Futter pürieren oder mit Wasser vermischen, um die Aufnahme zu erleichtern. Du kannst das Futter auch leicht erwärmen, damit es stärker riecht und den Appetit deiner Katze anregt. Achte ausserdem darauf, dass die Raumluft nicht zu trocken ist und vermeide Stress. Bitte beachte, dass Hausmittel nur unterstützend wirken und keine tierärztliche Behandlung ersetzen.

Wie lange dauert ein Katzenschnupfen?

Die Dauer hängt vom Erreger, dem Alter, dem Immunsystem und der Behandlung ab. Leichte Fälle dauern einige Tage bis Wochen. Schwere oder chronische Verläufe können länger andauern. Rückfälle sind jederzeit möglich. Wenn es deiner Katze nicht besser geht, solltest du unbedingt nochmal zum Tierarzt gehen.

Chronischer Katzenschnupfen und mögliche Spätfolgen

Unbehandelte oder schwere Infektionen können chronisch werden. Dies führt zu wiederkehrendem Nasenausfluss, chronisch tränenden Augen, Atemproblemen und einer Schädigung der Schleimhäute. In diesem Fall ist eine regelmässige tierärztliche Kontrolle wichtig.

Katzenschnupfen Endstadium: Was bedeutet das?

Oft wird nach «Katzenschnupfen Endstadium» gesucht. Dabei ist meist ein sehr schwerer oder unbehandelter Verlauf gemeint. Mögliche Anzeichen sind starke Atemnot, Austrocknung, komplette Futterverweigerung, hohes Fieber, schwere Augen- und Muskelveränderungen sowie extreme Schwäche. Bei Verdacht auf einen solchen schweren Verlauf, solltest du nicht abwarten und dringend zum Tierarzt gehen.

Impfung gegen Katzenschnupfen

Es gibt verschiedene Impfungen gegen Katzenschnupfen. Eine wirkt gegen die viralen Erreger (Calici- und Herpesviren), eine andere gegen die Bakterienart Chlamydien. Durch eine Impfung lässt sich die Gefahr einer Ansteckung zwar minimieren, jedoch ist auch dadurch kein hundertprozentiger Schutz gegeben. Auch geimpfte Katzen können Symptome entwickeln. Wenn du dich entscheidest, deine Katze gegen Katzenschnupfen impfen zu lassen, solltest du damit ab der 8. Lebenswoche beginnen. Die Wiederholungsimpfungen hängen vom Impfstoff ab. Wende dich für weitere Informationen zur Impfung an deine Tierärztin oder deinen Tierarzt.

Immunsystem der Katze unterstützen

Da der Katzenschnupfen vor allem bei jungen und geschwächten Tieren auftritt, ist es wichtig, das Immunsystem deiner Katze zu stärken. Achte deshalb darauf, deine Katze mit einem gesunden und hochwertigen Futter zu ernähren. Bei Bedarf kannst du auch Ergänzungsfuttermittel einsetzen. Propolis Plus eignet sich hervorragend zur Stärkung des Immunsystems. Idealerweise verabreichst du es deiner Katze präventiv, damit sie resistenter gegen Bakterien und Viren wird. Auch LachsölBierhefe Plus und Petmin sind natürliche Unterstützer für das Immunsystem deiner Katze.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen: Wenn Katzen häufig Niesen, tränende Augen haben oder matt wirken, sollten ihre Besitzer aufmerksam werden. Katzenschnupfen erfordert eine fachgerechte Behandlung und darf nicht verschleppt werden. Zwar können Hausmittel wie Wärme, Ruhe und leicht erwärmtes Nassfutter den Heilungsprozess zu Hause wunderbar unterstützen, sie ersetzen jedoch niemals den Gang in die Tierarztpraxis. Als Vorsorgemassnahmen gibt es die Impfung und diverse Produkte zur Stärkung des Immunsystems, zum Beispiel Propolis Plus, LachsölBierhefe Plus oder Petmin

FAQ

Was sind die ersten Symptome von Katzenschnupfen?

Katzenschnupfen äussert sich typischerweise durch häufiges Niesen, Nasenausfluss sowie tränende oder verklebte Augen. Zudem zeigen betroffene Katzen oft Fieber, Appetitlosigkeit und eine ausgeprägte Mattigkeit. Sie ziehen sich zurück und schlafen viel. In schweren Fällen oder bei bestimmten Erregern können auch Husten, Atembeschwerden, Speichelfluss und Maulgeschwüre auftreten.

Ist Katzenschnupfen ansteckend für andere Katzen?

Ja, Katzenschnupfen ist für andere Katzen hochansteckend und wird durch direkten Kontakt sowie durch infizierten Speichel oder Nasen- und Augensekret übertragen. Da auch gemeinsame Näpfe und Schlafplätze als Infektionsquellen dienen, tritt die Erkrankung besonders häufig in Tierheimen oder in Haushalten mit mehreren Katzen auf. Um eine Ausbreitung zu verhindern, sollten erkrankte Tiere isoliert und Futternäpfe sowie Liegeplätze regelmässig gründlich gereinigt werden.

Kann Katzenschnupfen auf Menschen übertragen werden?

Die typischen Erreger von Katzenschnupfen sind in der Regel auf Katzen spezialisiert. Für gesunde Menschen ist Katzenschnupfen normalerweise nicht ansteckend. Trotzdem sollten Hygienemassnahmen eingehalten werden, insbesondere bei immungeschwächten Personen.

Wie lange dauert Katzenschnupfen?

Die Dauer hängt vom Erreger, dem Alter, dem Immunsystem und der Behandlung ab. Leichte Fälle dauern einige Tage bis Wochen. Schwere oder chronische Verläufe können länger andauern. Rückfälle sind jederzeit möglich. Wenn es deiner Katze nicht besser geht, solltest du unbedingt nochmal zum Tierarzt gehen.

Geht Katzenschnupfen von allein weg?

Nein, in der Regel nicht. Katzenschnupfen ist eine ernsthafte Infektion, die nur selten von allein abheilt und die, wenn sie unbehandelt bleibt, chronisch werden kann. Je früher der Katzenschnupfen behandelt wird, desto leichter und schneller verläuft die Genesung. Gehe daher mit deiner Katze zum Tierarzt, sobald du eines oder mehrere der genannten Symptome bemerkst.

Welche Hausmittel helfen bei Katzenschnupfen?

Du kannst eine an Katzenschnupfen erkrankte Katze zu Hause unterstützen, indem du ihr viel Ruhe und Wärme bietest, für eine stressfreie Umgebung sorgst und ihre Augen und Nase vorsichtig mit einem feuchten Tuch reinigst. Um die Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme bei Appetitlosigkeit zu erleichtern, eignet sich leicht erwärmtes, püriertes oder mit Wasser vermischtes Nassfutter. Eine ausreichende Luftfeuchtigkeit hilft zudem den Atemwegen. Allerdings ersetzen diese Massnahmen niemals den notwendigen Besuch beim Tierarzt.

Wann muss ich mit meiner Katze zum Tierarzt?

Bei ersten leichten Symptomen solltest du die Katze zeitnah untersuchen lassen. Sofortiger Handlungsbedarf besteht, wenn die Katze das Futter verweigert, Fieber hat, schwer atmet oder apathisch wirkt.

Kann eine geimpfte Katze trotzdem Katzenschnupfen bekommen?

Ja, denn durch eine Impfung lässt sich die Gefahr einer Ansteckung zwar minimieren, jedoch ist auch dadurch kein hundertprozentiger Schutz gegeben.

Was passiert bei chronischem Katzenschnupfen?

Chronischer Katzenschnupfen führt zu wiederkehrendem Nasenausfluss, chronisch tränenden Augen, Atemproblemen und einer Schädigung der Schleimhäute. In diesem Fall ist eine regelmässige tierärztliche Kontrolle wichtig.

Welche Medikamente werden bei Katzenschnupfen eingesetzt?

Da Katzenschnupfen sowohl durch Bakterien als auch durch Viren verursacht werden kann, bestimmt der Tierarzt die genauen Erreger meist über einen Schleimhautabstrich oder seltener über einen Bluttest. Bakterielle Infektionen werden gezielt mit Antibiotika behandelt. Bestimmte Erreger wie Herpesviren verbleiben zudem im Körper und können in Stresssituationen jederzeit wieder ausbrechen. Die Behandlung richtet sich daher immer individuell nach der Ursache und der Schwere der Erkrankung.

von
 Zurück zur Übersicht
Immer up-to-date.
Abonniere unseren Newsletter
There was an error while trying to send the subscription form. Please try again or contact the administrator.
Impressum Datenschutz AGB
© 2026 ANiFiT AG